Geschichte

Vereinsgeschichte 1923 – 2008

Gründung des Vereins im Herbst 1923 im Daig’schen Gasthaus, unter dem Namen „TSV“.

Wer in der Gründerzeit bis zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges in der Vereinsführung tätig war, konnte wegen fehlender Aufzeichnungen nicht ermittelt werden. An Aktiven aus dieser Zeit wurden uns als Vorstandsmitglieder Herr Minderlein und Herr Georg Schmitt genannt.

Die ersten Fußballspiele wurden auf dem „Gänseanger“ durchgeführt. Später wurde der Platz am Nainsdorfer Weg pachtweise erworben. Spieler und Spielfreunde bauten ihn mit Tatkraft und in eigener Regie aus. Nachdem dort 1933 ein RAD-Lager entstand, wurde an der heutigen Kaspar-Lang-Straße, am damaligen Ortsausgang Richtung Zeckern, ein neuer Platz gefunden.

Während des zweiten Weltkrieges konnte der Spielbetrieb nur im geringen Maß aufrecht erhalten werden. Kurz vor Kriegsende wurde der Platz aus der Not heraus umgeackert. Bis zum Kriegsende bestand nur noch eine kleine Turnabteilung.

Nach Kriegsende, also 1945, endlich wieder Aufnahme des Spielbetriebes: TSV Adelsdorf gegen TSV Höchstadt, lautete die erste Spielpaarung. Offizielle Wiedergründung des Vereins im Gasthof „Zur Post“. Die damalige Militärregierung ordnete die Änderung des Namens TSV auf SC Adelsdorf an. Erwähnenswert ist dabei, dass dies die erste Wiedergründung eines Vereins nach Kriegsende im damaligen Landkreis Höchstadt/Aisch war. Als Sportplatz diente die Gemeindewiese am Bach.

Wiederbeginn in der Spielklasse C. Für jedes Spiel musste von der damaligen Militärregierung eine Sondergenehmigung eingeholt werden. Als Spielgelände diente nun der frühere RAD-Platz, nachdem man ihn zu einem provisorischen Sportplatz ausgebaut hatte. Am 15. Juni 1947 Aufstieg in die B-Klasse; drei Jahre später Aufstieg in die A-Klasse. 1955 gelang der Aufstieg in die zweite Amateurliga mit 35 zu 9 Punkten. Inzwischen wurde ein neues Sportgelände (an der Straße nach Uttstadt) erworben und mit großen Anstrengungen ausgebaut. Das gesteckte Ziel war erreicht, die Vereinsführung konnte guten Mutes vorwärts schauen.

In dieser Aufbauphase, von 1946 an bis 1962, war Alfons Trapp der 1. Vorsitzende. Von 1962 bis 1969 nahm Ludwig Zenger diese Aufgabe wahr. Von 1969 bis 1972 führte wiederum Alfons Trapp den Verein. Von 1972 bis 1976 dann erneut Ludwig Zenger.

Am 23.4.1955 fand im Gasthaus Feiler eine außerordentliche Mitgliederversammlung statt. Wichtigster Beratungspunkt: Wechsel des Vereinslokals. Nach reger Diskussion wurde beschlossen, von der Gaststätte Hans Mönius in die Gastwirtschaft Ganzmann „umzuziehen“. Als weiteres Fernziel: Bau einer Turnhalle und Bau eines Sportheimes. Man rechnete mit einer Baukostensumme von ca. 150.000,– DM. Da das Anwesen Schorr (heutiger Standort der Kreissparkasse Adelsdorf) schon im Besitz des SCA war, glaubte man, die wichtigste Voraussetzung geschaffen zu haben. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch, da die ehemalige Totogesellschaft eine Bezuschussung ablehnte.

Startschuss zu diesem Bauvorhaben fiel schließlich am 29.07.1962 in einer Ausschusssitzung im damaligen Schulhaus (heute Rathaus). Die Bemühungen des damaligen 1. Vorsitzenden, Bürgermeister Alfons Trapp, ein Grundstück neben der damaligen Bundesstraße (im Bereich der heutigen Kaspar-Lang-Lang-Straße) zu erwerben, blieben erfolglos. Architekt Hahn, Erlangen, fand schließlich eine Lösung. Durch eine Sportplatzverschiebung nach Osten wurde soviel Platz gewonnen, dass darauf das neue Sportheim errichtet werden konnte. Schwieriger war dann die Sportheimfinanzierung.

Trotz Zuschüsse aus Verband, Kreis und Gemeinde; trotz Verkauf und Kauf von „Bausteinen“ und Anteilscheinen, blieb dem Verein bei der Finanzierung noch eine beträchtliche Lücke. Während der intensiven Bauplanung mussten die Fußballer nach 8-jähriger Zugehörigkeit zur Bezirksliga im Spieljahr 1962/1963 in die A-Klasse absteigen.

1964 Baubeginn des heutigen Sportheimes. Unter der Leitung des damaligen 1. Vorsitzenden, Ludwig Zenger; intensiver und mühevoller Mitarbeit des Bauausschusses, unter der Leitung von Hans Hörrlein, und aller Mitglieder, konnte das Sportheim im August 1965 feierlich seiner Bestimmung übergeben werden. Mit dem Sportheim gleichzeitig wurde der zweite Sportplatz –der heutige A-Platz- eingeweiht.

Das schönste Geschenk brachten die Fußballer: Erneuter Aufstieg in die Bezirksliga Gruppe Nord. Der Bezirksliga gehörten die SCA-Fußballer dann 11 Jahre lang ununterbrochen an. 1976 stieg man –mit nur 1 Punkt Abstand zum Relegationsplatz- wieder in die A-Klasse ab, 1994 folgte der erneute Abstieg in die B-Klasse (die heutige Kreisklasse).

Am 13.7.1976 wurde Ludwig Zenger von Georg Geier als Vorsitzender abgelöst. Schon vorher wurde Alfons Trapp Ehrenvorsitzender, nun erklärte die Mitgliederversammlung auch Ludwig Zenger zum Ehrenvorsitzenden des SC Adelsdorf.

Georg Geier führte den Verein 11 Jahre, von 1976 bis 1987. Für seine Verdienste um den Verein wurde auch er anschließend zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Im April 1987 übernahm Lorenz Galster für 1 Jahr dieses Amt, von 1988 bis 1994 Helmut Betz. Von 1994 bis 1995 Lorenz Galster und von 1995 bis 1996 die beiden 2. Vorstände Johann Mulfinger und Hubert Belzer.

Lorenz Galster wurde in der Jahreshauptversammlung am 20. April 1996 erneut zum 1. Vorsitzenden des SC Adelsdorf gewählt. Das Amt hat er bis 15. Mai 2004 inne.

Vom 15. Mai 2004 bis 6.4.2006 amtierte Martin Utz als 1. Vorstand, wobei meist die 2. Vorstände Friederike Schmidt und Helene Weller die Geschäfte führten.

Vom 6.04.2006 bis 9.05.2008 hatte Ehrenvorstand Helmut Betz dieses Amt wieder inne. Seit 9.05.2008 leitet Lorenz Galster erneut als 1. Vorstand den Verein.

1981 erfolgte der Umbau des Sportheimes mit einem Kostenaufwand von 85.000,00 DM. 1987/88 Generalsanierung der drei Sportheimdächer, wobei man die ursprünglichen Flach- in Spitzdächer umwandelte; Kostenaufwand hierfür 80.000,00 DM, dies trotz zahlreicher freiwilliger Helferstunden. Schließlich in den Jahren 1994 und 1996/97 komplette Erneuerung der Wirtschaftsküche, der schalldichten Gastraumtrennwand und der Brauchwasseranlage, einschließlich des Sportduschraumes; die Gesamtkosten hierfür beliefen sich auf ca. 120.000,00 DM.

Es muss dankbar hervorgehoben werden, dass wir vom ersten Tag der Sportheimeröffnung im August 1965 bis Dezember 2001 (also mehr als 36 Jahre lang) in Fridolin Haagen („Frido“) einen verlässlichen und zuverlässigen Vereinswirt hatten.

Inzwischen wurde eine Reihe von Abteilungen gegründet, so dass das Angebot für Sportinteressierte wesentlich erweitert wurde:
+ Tischtennis im Jahr 1968
+ Wandern im Jahr 1977
+ Kegeln im Jahr 1979
+ Gymnastik im Jahr 1988

sowie Badminton, Tanzen und Volleyball im Jahr 1996 . Seit 1997 bereitet die Skigymnastik unsere Skifahrer auf den Wintersport vor.

Im Jahr 2000 wurde endlich das 3. Fußballfeld „C-Platz“ entlang der Weppersdorfer Straße eingeweiht, sowie die Generalsanierung des A-Platzes gefeiert. Hierzu wurden von Freunden und Vereinsmitgliedern beinahe 2000 Stunden freiwillige Leistungen erbracht. Eine vom 1. Vorstand Lorenz Galster initiierte Spendenaktion „Der Platzgroschen“ steuerte fast 80.000,- (also 1/7) zu den 560.000,- DM Gesamtbaukosten bei.

In den 85 Jahren der Vereinsgeschichte gab es immer wieder ein Auf und Ab, erfreuliche Ereignisse und weniger erfreuliche, erfolgreiche Jahre und weniger erfolgreiche.

Der Chronist erinnert sich an viele Gespräche, die er mit Ludwig Zenger führte. Sein Ziel war es, die Mitgliedszahl von 500 zu überschreiten. Heute zählen wir mehr als 1.000 Mitglieder. Das war nur möglich durch den Breitensport, durch den Bau der gemeindlichen Mehrzweckhalle (während der Amtszeit des damaligen Bürgermeister Ewald Münch) und auch wegen Veränderung der Bevölkerungsstruktur.

Es ist uns sicherlich erlaubt, all denen zu danken, die dabei mitwirkten.

Adelsdorf, Dezember 1997
Birgit Hörrlein (Schriftführerin des SCA)
Hans Handwerger (Chronist)

Aktualisiert durch: Lorenz Galster (1. Vorstand)
im Okt.2008